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Altes Salzburger Heilwissen als “immaterielles UNESCO-Kulturerbe”

Wenn von “UNESCO” und “Kulturerbe” die Rede ist, dann denken die meisten an “Greifbares”: die Akropolis, die Pyramiden von Giseh, Machu Picchu, Salzburgs Altstadt oder ähnliche historische Stätten von internationaler Sight-Seeing-Bedeutung. Doch es gibt auch ein “immaterielles Kulturerbe” und zu diesem zählt seit kurzem das “Heilwissen der Pinzgauerinnen”.

Dass alte, überlieferte Heilmethoden kostbares und erhaltenswertes Wissen darstellen, diese Erkenntnis setzt sich mehr und mehr durch. 2003 verabschiedete die UNESCO die Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes, wozu nebst mündlich überlieferten Ausdrucksformen, traditionellen Handwerkstechniken und Bräuchen und Ritualen auch “Wissen und Praktiken im Umgang mit Natur und Universum” zählen.

In Salzburg hat sich der Verein TEH (Traditionelle Europäische Heilkunde) das Ziel gesetzt, den Erfahrungsschatz alten Heilwissen zu bewahren. Im Jahr 2005 startete im Pinzgau die erste Heilwissenserhebung. Dabei wurden alte Heilmittel und Heilanwendungen gesammelt und anschließend unter wissenschaftlicher Begleitung ausgewertet. Dieses “Heilwissen der Pinzgauerinnen” zählt nun seit der UNESCO-Entscheidung vom 11. März 2010 zum anerkannten nationalen “immateriellen Kulturerbe”. Phytomontana gratuliert!