löwenzahn-wiese
Feuchtigkeits-Gel aus Löwenzahnblüten-Hydrolat

Wie gewohnt, habe ich auch das Löwenzahnblüten-Hydrolat erst pur als Gesichtswasser getestet, bevor es von mir in eine Pflege eingearbeitet wurde. Selten hat mich ein Feuchtigkeits-Gel derart begeistert wie dieses. Meine persönliche Erfahrung bestätigt, was sich in alten Schriften findet, dass nämlich Löwenzahn für eine „klare und glatte Haut“ sorgt. Hier die Rezeptur meines ganz persönlichen “Anti-Aging-Gels”.

Die hellgrüne Farbe des Gels kommt vom Pflanzenextrakt.

Die hellgrüne Farbe des Gels kommt vom Pflanzenextrakt.

Man nehme zuerst 38 g Öle: Ich mischte dazu 26 g Kirschkernöl (wegen seines ausgewogenen Öl- und Linolsäurespektrums) mit 6 Sojaöl (das nahm ich wegen seines hohen Lecithingehalts) und 6 g Jojobaöl.
Diese Öle werden mit 1 g Wollwachsalkohol im Wasserbad erhitzt. Sobald das Wollwachsalkohol geschmolzen ist, vom Herd nehmen und noch 1 g Kakaobutter in der Fettphase schmelzen.

Parallel dazu werden
0,6 g Xanthan in
3,5 g Glycerin gelöst und anschließend in
42 g Wasser (21 g Löwenzahnblüten-Hydrolat vermischt mit 21 g stillem Mineralwasser) eingerührt.

Wasserphase ebenfalls erwärmen und mit der Fettphase hochtourig verrühren.

Anschließend wandern durch hochtouriges Rühren noch folgende Stöffchen rein:
3 g Fluidlecithin Super
0,5 bis 1 g Lipoderminkonzentrat
2 g Sodium PCA
sowie 10 g alkoholischer Pflanzenextrakt (Ich stelle dazu folgende Tinktur her: Weingeist wird mit Melissenhydrolat auf einen etwa 70-prozentigen Alkoholgehalt gedrückt, in dem dann kleingeschnittene Taubnessel ausgezogen werden.)

Konservieren ist bei dieser Rezeptur wegen des verwendeten Alkohols nicht notwendig. Ph-Wert einstellen. Fertig.

Das ganze ergibt – trotz der mit 40 Prozent relativ hohen Fettphase – ein herrlich pflegendes, gut durchfeuchtendes Gel! Noch eine Anmerkung: Ich fülle das Gel in einem Airless-Pumpsender ab, da bleibt es auch stabil. Ansonsten- also bei Abfüllung in einem gewöhnlichen Behältnis – neigen Wasser- und Fettphase dazu sich zu trennen (was sich aber durch ein Zwischendurch-Aufschütteln beheben lässt). Durch die Beimengung zusätzlicher Emulgatoren konnte ich die Emulsion zwar stabiliseren, allerdings ist das Auftragverhalten nicht mehr dasselbe. Sobald ich eine Lösung  gefunden habe, werde ich das Rezept anpassen, bis dahin bleibe ich bei der angegebenen Variante, ich liebe das “Schmeichelgefühl” dieses Gels einfach zu sehr…

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