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Gebirgspflanzen trotzen Klimaveränderungen

Für alle Organismen, die an einen speziellen Lebensraum angepasst sind, kann eine Klimaerwärmung fatale Folgen haben, wenn sie nicht davonlaufen oder fliegen können. In Fachkreisen ist man bisher davon ausgegangen, dass dies für Gebirgsorganismen im besonderen Mass zutrifft und sie deshalb von der Klimaerwärmung besonders hart betroffen sind. Daniel Scherrer und Christian Körner von der Universität Basel widerlegen nun in der neuen Ausgabe der Fachzeitschrift «Journal of Biogeography» diese Annahme.

Zwei Sommer lang haben die Basler Forscher Berghänge im Furkagebiet auf 2.500 Meter über Meer mit einer Spezialkamera abgetastet, die auf einem Bild die Temperatur von 76.000 Punkten in der Landschaft mittels Infrarot-Themographie erfasst. Tausende dieser Bilder ergaben feste Temperaturmosaike in der Landschaft – am Tag wie in der Nacht – mit überraschenden Erkenntnissen: Auf kleinstem Raum von wenigen Metern Fläche können sich Mikrolebensräume um bis zu 7 Grad unterscheiden. Die Hochgebirgslandschaft bietet also auf kleinstem Raum Fluchtmöglichkeiten vor zu warmen Bedingungen.

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