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Heilkräuter im Alten Ägypten

“Asru” ist der Name einer berühmten ägyptischen Sängerin, die der Wissenschaft Rätsel aufgibt: Die Frau starb vor ungefähr 2.800 Jahren und zwar im Alter von etwa 60 Jahren! Wahrhaft biblisch, wurden doch Menschen jener Zeit nur etwa 30. Zudem litt “Asru” an zahlreichen Leiden, die aber offenbar behandelt wurden.

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Forscherin Rosalie David und ihre “Patientin”

Am 23. November 2009 brachte 3-sat in der Sendung “nano” einen sehenswerten Bericht über das medizinische Rätsel. Hier eine kurze Zusammenfassung:

 „Wir haben hier die einzigartige Möglichkeit, in einer Mumie nicht nur alle möglichen Krankheiten zu studieren, sondern können auch nach Hinweisen suchen, was die alten Ägypter dagegen unternommen haben”, erklärt Rosalie David, ihres Zeichens Ärztin, Ägyptologin und weltweit eine Koryphäe, wenn es um die Krankheiten und die Heilkunst im alten Ägypten geht.

Das Geheiminis der Asru

Das Geheiminis der Asru

Untersuchungen an der Mumie ergaben, dass die Frau an mehreren Krankheiten litt: Osteoporose, schwere Arthrose, Rheuma, Diabetes. Dazu wurde eine verrutschte Kniescheibe und eine Staublunge nachgewiesen. Aus Untersuchungen des gut erhaltenen Gewebes weiß die Forscherin, dass Asru auch unter parasitärem Wurmbefall litt, vermutlich Bilharziose.  Mit Hilfe der modernen DNA-Analyse will die Wissenschafterin nun nach Spuren von Heilpflanzen im Körper der Mumie zu suchen

70 Prozent der alten ägyptischen Heilmitteln wurden noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in der modernen Medizin verwendet!
Aus erhaltenen Papyri weiß man immerhin, dass beispielsweise Sellerie als Schmerzmittel und Granatapfel gegen Wurmbefall verabreicht wurden. Rosalie David und ihre Mitarbeiter konnten aus den  alten Schriften jedenfalls schon Erstaunliches herausfinden: „Wir haben entdeckt, dass 70 Prozent der beschriebenen Wirkstoffe in alten ägyptischen Heilmitteln noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in der modernen Medizin verwendet wurden!“

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