Bei DEM Mai und DEM Juni grenzte es an ein Wunder, aber ich hab’s tatsächlich geschafft: Holunderblüten gepflückt und destilliert. Das Schwierige daran war, in dem ganzen Sauwetter einen halbwegs vernünftigen Tag zu finden!

Früher hieß es, wer einen Holunder ohne triften Grund - und ohne sich bei ihm dafür zu entschuldigen - umschneidet, den erwartet ein Unglück oder sogar der Tod.
Trocken und sonnig allein reicht ja nicht, um aus der Pflanze ein schönes Hydrolat zu gewinnen, idealerweise sollte es davor auch schon zwei, drei sonnige Tage gehabt haben, damit die Pflanze genug Zeit hatte, ihre Wirkstoffe auszubilden. Und mehrere trockene Sonnentage hintereinander – das hatten wir in diesen Monaten nicht oft.
Das Destillat ist übrigens sehr fein geworden, eine erste Charge wurde von mir bereits zu einem äußerst pflegenden Holunder-Fluid verarbeitet. Den Rest lass ich jetzt erst einmal reifen und schau, was sich in den nächsten Monaten daraus entwickelt. Sollte es mit dem Wetter irgendwann doch noch etwas werden, bleibt in Sachen Holler noch ein Ausflug in höhere Lagen: In den Bergen kann ich mir auch Ende Juni, Anfang Juli noch etwas Nachschub organisieren…


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