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Hydrolate

Eine kleine Destille zur Herstellung von Hydrolaten

Darf ich vorstellen: Das ist “Leonardo”, mein Helfer bei der Herstellung der kostbaren Hydrolate:

Diese kleine Pflanzen-Destille funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie es schon Leonardo da Vinci in Zeichnungen festgehalten hat, und eröffnete mir völlig neue Möglichkeiten für die Arbeit mit Pflanzen. Eigentlich sind Hydrolate ja “Abfallprodukte”. Sie entstehen bei der Destillation von Pflanzen, die meist deshalb durchgeführt wird, um das kostbare ätherische Öl zu gewinnen. Ich persönlich destilliere um des Hydrolats willen, weshalb ich auch das ätherische Öl in der Regel nicht völlig absauge, sondern Teile davon im Destillat belasse, was das Hydrolat noch ein Stückchen gehalt- und wertvoller macht.

Grundsätzlich kann man jede Pflanze in die Destille geben. Bloß was fängt man mit dem Ergebnis an? Nun, das hängt stark von der Pflanze ab, die man destilliert hat.

Mädesüß verwende ich zum Beispiel sowohl in der Küche wie in der Kosmetik, Salbei setze ich zum Würzen oder auch “medizinisch” als Rachenspray bei Halsweh ein, mit Löwenzahn experimentier ich an einer “Bitterkur” herum, Latschenkiefer wandert zwecks Schaffung eines angenehmen Raumklimas in die Aromalampe.  Die Spielvarianten sind unendlich und das Erkunden ein ständiges Abenteuer…

Also nicht, dass ich heikel wäre, aber auch wenn’s beim Essenmachen schnell gehen soll, darf’s ein bisserl was Netteres wie eine Wurstsemmel sein. Finde ich. Es ist ja oft wirklich einfach. Zum Beispiel, indem man ein paar Scheiben Räucherlachs mit einem Stückerl Rettich kombiniert und diesem Duo eine Orangen-Passionsfrucht-Marmelade mit Akazienblüten-Hydrolat zur Seite stellt. mehr »

Juni 1st, 2012
Tags: akazie

Wie gewohnt, habe ich auch das Löwenzahnblüten-Hydrolat erst pur als Gesichtswasser getestet, bevor es von mir in eine Pflege eingearbeitet wurde. Selten hat mich ein Feuchtigkeits-Gel derart begeistert wie dieses. Meine persönliche Erfahrung bestätigt, was sich in alten Schriften findet, dass nämlich Löwenzahn für eine „klare und glatte Haut“ sorgt. Hier die Rezeptur meines ganz persönlichen “Anti-Aging-Gels”. mehr »

Mai 17th, 2012
Tags: löwenzahn

Die österliche Eiersuche hat anscheinend den einen oder die andere auch auf meine Seite geführt und die Betroffenen dort prompt über “mein gefährlichstes Dessert” stolpern lassen. Sehr lecker sehe es aus, aber halt auch sehr aufwändig in der Herstellung. Ich nehme solche Rückmeldungen ernst, schließlich sollen meine Rezeptideen zum Nachkochen und nicht Davonlaufen animieren. Weshalb ich für Liebhaber der Schocko-Minze-Kombination eine “entschärfte” Variante parat habe. mehr »

April 25th, 2012
Tags: minze

Meine kürzlich gewonnene Schneeglöckchen-Essenz begleitet mich derzeit täglich. Innerlich tut sie das in Form einiger weniger Tropfen, die am Morgen ins erste Glas Wasser fallen. Äußerlich mit Hilfe einer wunderbaren Emulsion, die schon allein durch ihre reine weiße Farbe die perfekte Optik für eine “Schneeglöckchen-Pflege” bildet. mehr »

März 27th, 2012

…liegt’s meist an der (falschen) Pflege. Aber wie findet man die richtige? Nachdem ich im Kampf gegen trockene Haare so ziemlich alles probiert habe, was der Markt an Haarkuren und Leave-Ins hergibt, beschloss ich in meiner Verzweiflung irgendwann, nicht nur die Haut- sondern auch die Haarpflege selbst zu fabrizieren. Klingt jetzt so einfach, war aber ein ziemlich mühsamer Weg. mehr »

März 16th, 2012

Avocado, Mango, Lauch und ein Sößchen aus Passionsfrüchten und Akazienblüten-Hydrolat - viel mehr braucht es nicht für diesen leckeren Salat. Vom Zwischen- zum Hauptgang wird das Gericht, wenn man es mit Topfen-Parmesan-Nockerl, Fisch oder Kichererbsen-Plätzchen serviert. Letzteres ergibt eine köstliche vegane Variante.  mehr »

Februar 29th, 2012
Tags: akazie
Die Muscheln werden mit einer Hydrolate-Mischung untergossen, die sich ganz fantastisch zum Auftunken mit Baguette eignet.

Die Muscheln werden mit einer Hydrolate-Mischung untergossen, die sich ganz fantastisch zum Auftunken mit Baguette eignet.

Meerestiere kommen aufgrund der Problematik überfischter Meere bei mir nur noch höchst selten auf den Tisch. Zu den seltenen Ausnahmen gehören Miesmuscheln aus Zucht. Hier mit Petersilie und Parmesan gratiniert sowie verschiedenen Hydrolaten untergossen. mehr »

Februar 29th, 2012

Claudia – eine liebe Bekannte – verwendet in der Küche ebenfalls gerne Hydrolate, was mich natürlich freut. (Wieder eine Hydrolier-Begeisterte mehr. Fein!) Ganz besonders freut mich aber, dass Claudia mich immer wieder an ihren Rezepten teilhaben lässt. Wie zum Beispiel an ihrem “Wintereis” (einem Rosmarin-Parfait mit  Lavendel-Hydrolat) und nun an diesem köstlichen Rehragout mit Estragon-, Lorbeer- und Koriander-Hydrolat. mehr »

Februar 22nd, 2012

Für einen Flug mit dem Besen ist es derzeit einfach zu kalt. Also hab ich die vergangenen Wochenenden genutzt, um meinen Kräuterbestand einmal wieder zu sichten, zu sortieren und das eine oder andere zu destillieren. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie sehr sich die Qualität der Pflanzen und damit auch des Hydrolats unterscheiden können. Hier ein anschaulicher Vergleich am Beispiel “Rosmarin”. mehr »

Februar 11th, 2012
Tags: rosmarin

Mein Salbei-Hydrolat gehört zu jenen Wässerchen, die ich hauptsächlich in meiner privaten Hausapotheke einsetze. In der Küche geht für mich nichts über das frische Kraut. Salbeiblätter kurz in heißer Butter geschwenkt – das nenn ich “einfach genießen”! Es gibt freilich Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn mich mitten im Winter Gusto auf Kohlsprossenragout in Salbeisaft überfällt. Um diese Jahreszeit verzichte ich gerne auf hochgepäppelte Glashausware und greife zum vollen Sommer-Aroma meines Salbei-Hydrolats. mehr »

Februar 8th, 2012
Tags: salbei