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Was sind Hydrolate?

Hydrolate entstehen, indem Pflanzen einer Wasserdampfdestillation unterzogen werden. Wasser wird erhitzt, der Dampf steigt auf und „reißt“ auf seinem Weg nach oben die flüchtigen, leicht löslichen Inhaltsstoffe der Pflanze mit. Der heiße Dampf wird gekühlt, kondensiert dabei und das Destillat tröpfelt über eine Abrinnvorrichtung in eine separates Gefäß.

Dieses Destillat enthält dann zum einen die lipophilen Stoffe (das ätherische Öl), zum anderen die hydrophilen, also wasserlöslichen, konkret: das Hydrolat. Dazu eine Anmerkung: Während im ätherischen Öl keine wässrigen Anteile vorhanden sind, schwimmen im Hydrolat – selbst nach Absaugen des ätherischen Öles – eigentlich immer feine Öltröpfchen herum (es sei denn, man destilliert und trennt in High-Tech-Anlagen). Das Hydrolat stellt somit den “komplexeren” Teil der Destillation dar, was sich für meine Begriffe auch im schöneren Aroma zeigt.

Bei den meisten Destillationen steht die Gewinnung des ätherischen Öles im Vordergrund, womit das Hydrolat zum Neben-, wenn nicht Abfallprodukt wird. Nicht so bei mir. Für mich steht das Wasser im Zentrum meiner aromatischen Bemühungen, was den Aroma-Spielraum ungemein ausweitet. Viele unserer heimischen Pflanzen – etwa Hollunder oder Mädesüß - geben zwar kein ätherisches Öl ab (zumindest nicht in abschöpfbarer Menge), liefern jedoch höchst aromatische Hydrolate!