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Wofür verwendet man Hydrolate?

Hydrolate eröffnen eine unglaublich bunte Palette an Anwendungen. Ich persönlich setze die aromatischen Pflanzenwässerchen hauptsächlich in der Aromaküche, aber auch in der Naturkosmetik und für die Herstellung diverser gesundheitlicher Hausmittelchen ein.

Aromaküche:
Dieses Feld ist bereits in vorherigen Seiten und Artikeln ausführlich dargelegt, ich verzichte an dieser Stelle darauf.

Hautpflege:
Hydrolate sind pur als Gesichtswasser ein absoluter Hautpflegetraum – schon allein wegen des Aromas. Und sie lassen sich auch bestens in Cremen und Fluids einbauen. Ich ersetze gerne die Wasserphase durch Hydrolate beispielsweise von Stiefmütterchen, Jiaogulan, Holunderblüten, Feigenblättern, Muskatellersalbei, Hopfen oder Günsel. Welches Hydrolat in welcher Dosierung gut tut, muss man dabei ganz einfach selbst austesten.

Und natürlich lassen sich die Hydrolate auch zum Anrühren von Masken, Peelings etc. verwenden.

Die schnellste und einfachste Hautpflege besteht in einer „Schüttellotion“: Einfach zwei Teile hochwertiges Pflanzenöl mit einem Teil Hydrolat in eine Sprühflasche geben und vor dem Gebrauch gut schütteln.

Fürs allgemeine Wohlbefinden:
Hydrolate können sowohl äußerlich wie innerlich angewendet werden. Das beginnt von einem gewissen Wohlfühl-Aroma (etwa mit Fichten- und Latschenhydrolat in der Duftlampe) bis hin zur unterstützenden Behandlung harmloser grippaler Infekte beispielsweise durch Einnahme von Mädesüß-Hydrolat (im Thymian-Honig-Tee oder in Kombination mit Kapuzinerkresse-Tinktur). Bei Gelenkschmerzen habe ich persönlich auch ganz gute Erfahrungen gemacht mit einem Gel, das ich mir aus Eucalyptus-Hydrolat sowie Arnika- und Beinwelltinktur herstelle.

Ich möchte hier ausdrücklich festhalten, dass ich über keine medizinische Ausbildung verfüge und somit nicht nur nicht berechtigt sondern fachlich auch gar nicht fähig bin, medizinische Ratschläge zu erteilen! Die “Gesundheits-” bzw. “Wohlfühl-Rezepte”, die ich auf meiner Seite veröffentliche, spiegeln ausschließlich persönliche Erfahrungen wieder. Wer wie ich permanent mit Hydrolaten herumexperimentiert, greift natürlich auch bei diversen Wehwehchen nicht nur auf Tees, sondern auch auf die selbst hergestellten Destillate zurück.

Wer also krank ist: bitte zum Arzt!