wiese-am-morgen
24. Januar 2012
Kernöl-Dressing mit Koriander-Hydrolat und “gepoppten Kürbiskernen”

Die schon etwas zurückliegende Grazer Studienzeit meines Lebensgefährten wirft ihre langen Schatten selbst nach Jahren noch bis in meine Küche: Ins Dressing für Blattsalate muss steirisches Kürbiskernöl rein. Um die Konsistenz dieses dicken schwarzen Öls ein wenig zu reduzieren, empfiehlt es sich freilich, Wasser beizumengen. Oder noch besser: Hydrolate!

Zutaten:
3 EL Kürbiskernöl
1 ½ EL Basilikum-Hydrolat
½ EL Koriander-Hydrolat (Destillat der Korianderfrüchte)
1 EL selbstgemachter Löwenzahnsirup oder Gewürzsud der Schwarzen Nüsse (ersatzweise geht auch Ahornsirup)
1 EL Fruchtessig (z.B. Passionsfrucht-Balsam, ersatzweise tut’s auch ein guter alter Sherryessig)
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten zu einem leicht sämigen Dressing verrühren und über die Blattsalate geben. Für die “gepoppten Kürbiskerne” je einen Teelöffel Kürbiskern- und Maiskeimöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und zwei Esslöffel Kürbiskerne darin anrösten. Achtung, Spritzschutz verwenden! Nicht bloß wegen der Ölspritzer sondern wegen der Kerne. Da hüpft hin und wieder einer aus der Pfanne, einmal wäre mir einer fast ins Auge gesprungen… – Durch das Anrösten in Öl gewinnen die Kerne nicht nur an Geschmack, sondern werden auch so schön “dick”. Die Beigabe von Maiskeimöl habe ich deshalb gewählt, weil Kürbiskernöl hitzeempfindlich ist. Von “Anbrat-Versuchen” in reinem Kürbiskernöl würde ich abraten.

Dieses Dressing lebt geschmacklich vom Koriander-Hydrolat. Eigentlich kennt man Korianderkörner in unseren Breiten hauptsächlich vom Brotbacken, ich schätze dieses Gewürz vor allem in Gemüsegerichten, unverzichtbar ist es für mich in Fischbeizen. Noch eine Anmerkung zum Dressing: Beim Basilikum-Hydrolat mit seinem flüchtigen Aroma kann es ruhig etwas mehr sein, beim intensiv schmeckenden Koriander-Hydrolat rate ich zur Vorsicht, hier sollte einem der Dosierlöffel eher nicht ausrutschen. Das Basilikum-Hydrolat kann auch durch das frische Kraut ersetzt werden, das Koriander-Hydrolat hingegen nicht. Wer den Aromavergleich zwischen Hydrolat und frisch geriebenen Korianderkörnern anstellt, wird verstehen, was ich meine.

kommentieren

*
Zur Bestätigung bitte das Wort in dieses Feld eintragenBei Klick auf das Bild wird das Wort buchstabiert (englisch).
Hier klicken, um das Wort buchstabieren zu lassen (englisch).

Powered by WP Hashcash

trackback für eintrag  |  RSS-Feed