morgensonne
20. Februar 2011
Meine kleine Hausapotheke…

… kommt gerade vom Prüfstand. Und ich aus dem Bett: Schüttelfrost, leichtes Fieber und Halsweh, Heiserkeit, vor allem starker Husten – einzig der Schnupfen fehlte in dem Programm, das mich doch ein wenig umgeworfen hat. Das Positive daran: So eine kleine gesundheitliche Malaise ist genau der richtige Zustand, um die eigene pflanzliche Hausapotheke einem Reality-Check zu unterziehen.

Klarerweise sind meine Mittelchen ein wenig hydrolat-lastig: Meine Spezialtinktur gegen Erkältungen (bestehend  aus Mädesüß-Hydrolat und Kapuzinerkresse) habe ich ja schon hier beschrieben, deshalb spar ich mir das jetzt. Sie hat sich mittlerweile mehrfach im Familienkreis bewährt, weshalb ich sie mit Sicherheit heuer im Spätsommer wieder ansetzen werde. Damit allein fand ich diesmal freilich nicht das Auslangen. Vor allem der Husten war lästig, ach was lästig, eine Quälerei war das, die ich aber nun, am dritten Tag, ziemlich überstanden hab.

Mein persönliches Rezept bei Husten: Inhalationen mit Eukalyptus-Hydrolat (eine wahre Wohltat!), dazu Tee, Tee und nochmals Tee. Heiß getrunken (als Infus) gab’s mehrmals täglich eine Mischung aus Spitzwegerich, Thymian, Malvenblüten, Königskerze sowie Isländisch Moos. Kalt angesetzt kam am zweiten Tag die Eibischwurzel dazu. Schlückchenweise eingenommen wirken die Schleimstoffe der Eibischwurzel beruhigend.

Ebenfalls angenehm: Einreibungen mit einem Gel aus Eukalyptus-Hydrolat. Dazu einfach einen halben Mokkalöffel Lecithin-Granulat (wie man es auch ins Müsli kippt) in einem bis eineinhalb Teelöffel Hydrolat etwa 20 bis 30 Minuten quellen lassen. Das war’s dann schon, als Ergebnis kriegt man ein leichtes Fluid, das sich sofort auftragen lässt. Lecithin wird in der Naturkosmetik als rückfettender Emulgator verwendet, in diesem Fall nutze ich die hautpflegenden Eigenschaften des Lecithins, um mein Hydrolat möglichst schnell in eine für meinen Zweck komfortablere Konsistenz zu bringen. Wobei “schnell” hier das Schlüsselwort ist: Mir ist schon klar, dass es professionellere Möglichkeiten der Heilsalben-Herstellung gibt, aber wenn man gerade von Fieber und Husten gebeutelt ist, hat man für viel Brimborium echt keinen Kopf, da muss es einfach und rasch gehen!

Dank Salbei-Hydrolat ging die Halsweh-Fraktion diesmal fast spurlos an mir vorbei. Apropos Salbei-Hydrolat: Ich hab bereits mehrmals mit dem Gedanken gespielt, daraus eine Art Halswehzuckerl zu fabrizieren. Mittlerweile bin ich davon völlig abgegangen und zwar aus einem sehr einfachen Grund: Fast alle Lutschtabletten-Rezepte bestehen entweder aus Zucker oder sonstigen Zusätzen, damit aus der Flüssigkeit ein lutschbares – und haltbares! – Etwas wird. Mein Magen mag das nicht. Und zwar gar nicht. Das Hydrolat hat sich für mich als unschlagbar einfache und zugleich wirksame Alternative erwiesen: Abgefüllt in eine kleine Sprühflasche bringt mir das Hydrolat die reinen Wirkstoffe der Pflanze direkt in den Rachenraum, also genau dorthin, wo’s weh tut. Es ist außerdem ohne jeden Zusatz locker ein Jahr haltbar und damit jederzeit griffbereit. Wozu also an einem optimalen Hausmittel sinnlos herumwerkeln?

2 kommentare | kommentar schreiben
Heike | 25.2.11

Liebe Elisabeth,

ich wünsche Dir gute Besserung!
Mein Husten letztens war auch mit Salbeihydrolat und dem wundervollen, selbstgemachten Salbeisirup einer Freundin gut behandelt; vor allem die Schmerzen ließen sofort nach.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende,
alles Liebe
Heike

selisa | 26.2.11

Hallo Heike, besten Dank für deine Wünsche. Haben schon gewirkt! Bin mittlerweile wieder so gut wie fit (ist nur noch ein bisserl “Resthusten” da, echt ganz wenig). Wir haben heute einen wunderbar sonnigen Frühlings-Samstag hier bei uns, den ich in den Bergen verbringen möchte. Sonne und frische Luft sollten den letzten Infektresten dann endgültig den Garaus machen…
Liebe Grüße
Elisabeth

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