Hinter dem Wasserfall
Mädesüß-Hydrolat
Mädesüß gibt höchst intensive Destillate.

Mädesüß gibt höchst intensive Destillate.

Juli/August sind die richtigen Monate, um hocharomatische Mädesüß-Blüten zu sammeln und zu destillieren. Vorsicht bei August: In unseren Breiten gerät dieser Monat relativ gern zu einer nassen Angelegenheit, die es einem berufstätigen Menschen mitunter ganz schön schwer macht, einen idealen Pflücktermin zu finden: Zwei, drei trockene und sonnige Tage sollte die Pflanze schon genossen haben, ehe man sich ans Ernten macht, und ob dieser Erntetag dann an einen freien Tag fällt? Ich selbst bin deshalb mittlerweile dazu übergegangen, meine Mädesüß-Fraktion im Juli zu organisieren. Was man hat, hat man.

Das Aroma kommt im Hydrolat wunderbar aromatisch und hochintensiv rüber. In der Küche reichen in der Regel ein paar Sprühstöße, um beispielsweise Desserts den leckeren Mädesüß-Geschmack zu verpassen.

Im vergangenen Winter hab ich den Salicylgehalt der Pflanze für einen Erkältungstee genutzt, der – bei mir jedenfalls – nicht nur gewirkt sondern auch noch gut geschmeckt hat: einfach einen Schuss Mädesüß-Hydrolat in eine Tasse Thymiantee, mit Honig süßen, fertig.

Äußerlich verwende ich das Hydrolat gerne als Basis für frisch gerührte Gesichtsmasken (zum Beispiel in der Kombination mit Eibischwurzelschleim), ich finde es hat einen beruhigenden und auch straffenden Effekt. Ist freilich nur eine subjektive Empfindung, die ich wissenschaftlich nicht belegen kann. Andererseits: Was ist wichtiger als das persönliche Empfinden? Eben.