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Salbei-Hydrolat

 

salbei

Salbei

Es gibt in meinem Garten Pflanzen, da kann ich herumhätscheln was ich will, die tun sich einfach schwer mit dem Blühen und Gedeihen. Andere wieder wachsen nicht, die wuchern! Salbei gehört dazu. Um nicht missverstanden zu werden: Ich mag Salbei. Ich verwende ihn auch oft. Aber bei aller Liebe zu Saltimbocca und Gnocchi in Salbei-Butter – für die Menge, die da im Herbst immer noch in meinem Garten steht, hab ich echt keine Verwendung. Hatte ich, muss ich korrekterweise anfügen. Denn aus dem üppigen Buschen links mache ich mittlerweile regelmäßig das:

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Als ich mich das erste Mal an die Gewinnung von Salbei-Hydrolat machte, hatte ich den Erntezeitpunkt relativ spät angesetzt: Ende September war es doch schon eher kühl und relativ feucht, weshalb ich eigentlich gefürchtet hatte, die Aromstoffe der Pflanze könnten sich bereits weitgehend “zurückgezogen” haben. Zu Unrecht: Auf meinem Salbei-Hydrolat fand sich – wie man an der aufliegenden Schicht gut sehen kann – sogar einiges an ätherischem Öl ein.

Auch wenn der Erntezeitpunkt nicht gerade optimal war, habe ich das Hydrolat dennoch erfolgreich gegen Zahnfleischentzündung und Halsschmerzen eingesetzt (abgefüllt in praktische Sprühfläschchen lässt sich das Salbei-Hydrolat auch unterwegs oder im Büro unkompliziert anwenden). Eine andere interessante Anwendung ergibt sich aus der schweißhemmenden Eigenschaft der Pflanze: Das Hydrolat ist eine ausgezeichnete Basis für Deos! Bei der Dosierung sollte man allerdings aufpassen, wenn der Anteil an ätherischen Ölen sehr hoch ist, kann selbst das deutlich schwächere Hydrolat ziemlich aggressiv auf der Haut wirken.

Noch eine kurze Anmerkung: Salbei kann – je nach Pflanzenart – beträchtliche Mengen an Thujon enthalten! Also Vorsicht bei der puren Anwendung des ätherischen Öls.

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