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Kein Ei, keine Salmonellen - und noch dazu in nicht einmal einer Minute zusammengemixt!

Ich mag Tiere. Deshalb versuche ich, meinen Verbrauch an tierischen Produkten möglichst zurückzuschrauben. Auf Fleisch weitgehend zu verzichten, fällt mir leicht, ich war schon immer ein Fan kreativer Beilagen. Beim Rest – Milch, Topfen, Käse oder Eier – wird’s schon schwieriger. Immerhin: Einiges funktioniert bereits ganz prächtig, beispielsweise Mayonnaise ohne Ei. Geschmacklich abgerundet mit Lorbeer- und/oder Koriander-Hydrolat ein echter Genuss! mehr »

Die Muscheln werden mit einer Hydrolate-Mischung untergossen, die sich ganz fantastisch zum Auftunken mit Baguette eignet.

Die Muscheln werden mit einer Hydrolate-Mischung untergossen, die sich ganz fantastisch zum Auftunken mit Baguette eignet.

Meerestiere kommen aufgrund der Problematik überfischter Meere bei mir nur noch höchst selten auf den Tisch. Zu den seltenen Ausnahmen gehören Miesmuscheln aus Zucht. Hier mit Petersilie und Parmesan gratiniert sowie verschiedenen Hydrolaten untergossen. mehr »

Claudia – eine liebe Bekannte – verwendet in der Küche ebenfalls gerne Hydrolate, was mich natürlich freut. (Wieder eine Hydrolier-Begeisterte mehr. Fein!) Ganz besonders freut mich aber, dass Claudia mich immer wieder an ihren Rezepten teilhaben lässt. Wie zum Beispiel an ihrem “Wintereis” (einem Rosmarin-Parfait mit  Lavendel-Hydrolat) und nun an diesem köstlichen Rehragout mit Estragon-, Lorbeer- und Koriander-Hydrolat. mehr »

Lorbeerblätter gehören zu den würzigsten Aromen.

Im Hydrolat mit seinem hohen Anteil an ätherischen Ölen kommt die intensive Würze der Lorbeerblätter besonders gut zum Ausdruck.

Um es gleich vorweg zu sagen: Lorbeer-Hydrolat ist aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken. Begonnen hat alles mit einem Pröbchen von Destillier-Kollegin Regina, das ich binnen kürzester Zeit aufgebraucht hatte. Klar, dass ich mir das leckere Stöffchen gleich nachdestilliert hab. Um dann zuerst einmal leicht entsetzt zurückzuweichen: Das ganze roch relativ “krass”, sag ich mal, also eher wie was zum Einreiben und deutlich weniger fein-würzig als Reginas Kostprobe! Ich hab sie natürlich sofort panisch angerufen, um herauszufinden, worin sich der Unterschied wohl festmachen ließe und konnte dann die Alarmsirenen glücklicherweise wieder abstellen: Beide haben wir getrockneten Lorbeer verwendet und auch das Verhältnis “Kraut : Wasser” war praktisch ident.

Mittlerweile bin ich etwas schlauer geworden und kann sagen: Der intensive Geruch lag an dem hohen Anteil ätherischen Öls, der sich in meiner doch eher kleinen Destillatmenge ordentlich niederschlug. Nach einer kleinen Ruhepause von zwei, drei Wochen roch die Sache schon deutlich runder als im frisch destillierten Zustand. Ich verwende jetzt bereits mein eigenes Lorbeer-Hydrolat in der Küche und bin nach wie vor hemmungslos begeistert davon. 

Die Verwendung als höchst aromatische Würze ist für mich auch der primäre Verwendungszweck des Hydrolats. In meinen Hautpflegeprodukten greif ich lieber zu anderen Wässerchen, Lorbeer-Hydrolat ist mir aufgrund seiner doch sehr intensiven – und damit eventuell hautreizenden Wirkung – zu riskant. Für diverse Befindlichkeitsstörungen eignet es sich dagegen sehr wohl, schließlich wirkt es nicht nur verdauungsfördernd, sondern auch antiseptisch, mukolytisch und analgetisch.

Das ätherische Öl der Lorbeerblätter (und davon schimmt in meinem Hydrolat genug herum) hat übrigens eine besonders starke Wirkung auf das Lymphystem: “Einige Tropfen auf geschwollene Lymphknoten und das Zwerchfell verrieben, bringen schnell Erleichterung – sicherheitshalber sollte es verdünnt angewendet werden”, heißt es bei Wabner/Beier (“Aromatherapie – Grundlagen, Wirkprinzipien, Praxis”).

Die selbstgemachte Mayonnaise muss weder superfett sein, noch braucht es dafür endloses Rühren. Ein ganzes Ei (statt des Dotters) sorgt für die nötige Leichtigkeit, der Stabmixer für Tempo bei der Herstellung. Das Rezept stammt aus einem Kochbuch von Eckart Witzigmann, wobei ich für das ganz besondere Geschmackserlebnis etwas habe, was Herr Witzigmann nicht hat, nämlich Reginas Lorbeer-Hydrolat! mehr »